Erhalt des konfessionellen Religionsunterrichts (10.11.2009)

Kritik übt die Junge Union Hessen an der von Minister Hahn angestoßenen Debatte zum konfessionellen Religionsunterricht. "Diesen Gedankenspielen stehen sowohl unsere Verfassung als auch der geschlossene Koalitionsvertrag entgegen", hält Bastian Kempf, bildungspolitischer Sprecher im Landesvorstand, fest.

Bereits 2003 habe die Junge Union sich für die Einführung eines islamischen Religionsunterrichtes ausgesprochen, sofern sich die Lehrpläne im Rahmen der Verfassung befinden und ein kritischer Diskurs möglich sei.

Gleichzeitig lehnt Kempf es ab, auch den christlich-kofessionellen Religionsunterricht in Frage zu stellen, nur weil es für die Einführung eines islamischen keine "ausreichend verlässliche Partner" unter den Religionsgemeinschaften gebe.

Die Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der Wiesbadener JU, Astrid Wallmann, ergänzt: "Wenn sich das Vorhaben nicht verwirklichen lässt, sieht die Koalitionsvereinbarung vor, dass das Land Hessen im Fach Ethik eine verpflichtende religionskundliche Unterweisung einführt." Wallmann möchte trotz alledem an dem Ziel eines islamischen Religionsunterrichtes festhalten und "keine neuen, unnötigen Debatten" eröffnen.