Sonntag Flächenverbands-Planungstreffen „Schmitten“, Dienstag Landesfachausschuss zur „Aktuellen Situation der Flüchtlinge in Hessen“, Donnerstag Organspendeaktion in Bad Homburg, Freitag Laternenfesthelferfeier der Jungen Union Bad Homburg, Samstag Landestag der Frauen Union, Sonntag Vorstandssitzung Schüler Union.

Die erste Oktoberwoche der 17-jährigen Anne Barth war wieder einmal sehr politisch geprägt. Für viele Mitschüler und Lehrkräfte hingegen ist das Engagement von Anne unverständlich. „Ich musste mir nicht nur anhören, was für ein nationalistischer Haufen die Union doch sei, sondern musste mir auch vorwerfen lassen, nicht mehr bei Verstand zu sein“, spitzt Anne ihre Gemütslage zu.

Erst rebelliert und dann zur SU
Engagierte Menschen lassen sich jedoch bekanntlich schwer von ihrem Weg abbringen. Als eine Kunstlehrerin fortwährend wahllos Annes Mitschüler bestrafte, entschied Anne kurzerhand zu helfen. Und die gesamte Klasse folgte Anne. „Mein Gerechtigkeitssinn hat das nicht zugelassen, ich war dennoch überrascht, dass alle hinter mir standen.“ Kurz darauf trat Anne in die Schüler Union (SU) ein. Die Schüler Union habe durch die Aktivität und mediale Präsenz Annes Aufmerksamkeit erregt. Dem christlichen Wertesystem der Union fühlt Anne sich wegen ihres Elternhauses nah. Obwohl ihre Eltern in keiner Partei aktiv sind, war es Anne wichtig, viele motivierte Menschen kennenzulernen, die an Projekten gemeinsam arbeiten und wirklich etwas bewegen können. „Durch die Arbeit in der SU ist mir noch bewusster geworden, wie wichtig das aktive Mitarbeiten von Schülern in der Bildungspolitik ist“, erklärt Anne ihre leidenschaftliche Mitarbeit bei der SU.

Nach eigener Aussage werde sie die Bildungspolitik noch ein Leben lang begleiten, da die Schule für jeden ein wichtiger und prägender Teil des Lebens sei. „Wir haben es durchgesetzt, dass man auch noch nach dem Abitur, bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, in der SU bleiben kann, damit unsere Projekte nicht mit Ablauf der Schulzeit enden müssen“, berichtet Anne, die voraussichtlich im Jahr 2018 ihr Abitur machen wird.

Eine starke Bildungspolitik definiere die Zukunft und damit ein Land als Ganzes. Dass das Land Hessen nun beispielsweise die Abiturprüfungen wieder einmal vereinfacht hat, sieht Anne kritisch: „Es ist eine schwache Leistung der CDU in der Regierung, dass sie das nicht verhindert hat, auch wenn es mir natürlich zu Gute kommt.“ Für die Abiturienten 2018 wurde der Fehlerindex fast gänzlich abgeschafft, sowohl für Deutsch als auch für Englisch. Außerdem zählt im Fach Mathematik der Bereich „Analysis“ nun volle 50 Prozent (bisher 40 Prozent) und die Schüler dürfen sich aussuchen, ob sie sich entweder in „Linearer Algebra“ oder in „Stochastik“ prüfen lassen (bisher mussten alle drei Teilgebiete behandelt werden). Um Ausbildungsberufe attraktiver zu gestalten und die Haupt- und Realschule zu stärken, sei das der falsche Weg.

„Übrigens, beschäftigt sich die SU nicht nur mit Bildungspolitik, sondern auch mit anderen politischen Themen“, erklärt Anne lachend weiter. Zentrale Forderungen der SU Deutschlands sind beispielsweise das Festhalten an den bestehenden Jugendschutzgesetzen und der Wunsch nach einem positiv gelebten Patriotismus. Mit ihrer Wahl als Beisitzerin im Bundesvorstand versucht sie außerdem die SU in Hessen zu stärken und das Verhältnis zwischen SU und der „großen Schwester“ JU zu verbessern.

SU, CDU und natürlich auch JU - sie macht das!
Anne ist im Verband der Jungen Union Königstein, Glashütten, Schmitten aktiv und dort eine zentrale Stimme für die Schmitten betreffenden Themen im Flächenverband geworden. „Ich bin froh, dass ich einen so tollen Stadtverband habe, da ist es mir leicht gefallen in das aktive JU Leben einzusteigen.“

Aber nicht nur Politik
Auch aktiv, aber ausnahmsweise nicht politisch, tanzt Anne Standard- und Lateintanz in Anspach und ist im Kirchenvorstand aktiv. Anne würde gern die Welt bereisen, ihr Wunsch ist es einmal Südamerika zu sehen. „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“, zitiert Anne zwinkernd Johann W. von Goethe zum Abschluss und schafft wieder die Brücke zur Politik.

Von Helen Dawson

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