Die Junge Union Hessen begrüßt die Förderung der dualen Berufsausbildung im Koalitionsvertrag von Union und SPD durch den Berufsbildungspakt und die „Initiative Berufsbildung 4.0“. „Damit wurden längst überfällige Schritte zur Stärkung der dualen Berufsausbildung vereinbart, die im Hinblick auf den zunehmenden Fachkräftemangel in Unternehmen unerlässlich sind“, so Maschal Hühner, Referentin für Bildung und Soziales im JU-Landesvorstand. Die duale Berufsausbildung als einer der zentralen Pfeiler des Erfolgsmodelles der deutschen Wirtschaft muss vor allem auf die Herausforderungen im Bereich Digitalisierung ausgerichtet werden. Mit der „Initiative Berufsbildung 4.0“ ist dafür ein erster wichtiger Baustein gesetzt worden. „Wir werden die Umsetzung der vorgenommenen Maßnahmen konstruktiv-kritisch begleiten“, erläutert Hühner weiter, mahnt jedoch an, „es dürfe sich bei den Reformvorschlägen im Koalitionsvertrag nicht nur um gute Absichten handeln. Insbesondere bei der Ausstattung von Berufsschulen sei zügiger Handlungsbedarf dringend erforderlich.“

Kritische Worte findet Hühner indes in Bezug auf mangelnde Vorkehrungen zur Minderung von Studienabbrüchen. „Wir haben derzeit eine Studienabbruchquote von über 30% in Deutschland. Dass dies im Koalitionsvertrag mit keinem Wort Erwähnung findet, ist höchst bedauerlich“, so Hühner. „Zwar werde mit dem laufenden Hochschulpakt 2020 rund 10% des Gesamtbudgets investiert, um Studierende zu einem Hochschulabschluss zu führen, das Problem muss jedoch an der Wurzel gepackt werden“, fordert Hühner. „Dies könne nur geschehen, wenn wesentlich mehr Bestrebungen in die berufliche Beratung von Jugendlichen investiert werden und zwar gezielt vor dem Antritt eines Studiums und nicht erst währenddessen.“

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