Die Junge Union Hessen spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht von einem Jahr für alle Bürgerinnen und Bürger Deutschlands aus. „In Zeiten, in denen die demokratische Mitbestimmung durch Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit und auch politische Abstinenz gefährdet ist und das gegenseitige Miteinander oftmals auf der Strecke bleibt, wäre eine allgemeine Dienstpflicht in mehrfacher Hinsicht eine Stärkung der wehrhaften Demokratie. Hierbei sollen Männer und Frauen gleichermaßen zum Dienst an der Gesellschaft verpflichtet werden und dabei Wahlfreiheit haben, in welcher Organisation, Programm oder gemeinnützigem Bereich – ganz gleich ob Bundeswehr, Technisches Hilfswerk, sozialer, kultureller oder ökologischer Disziplin – sie sich engagieren möchten. Zur Stärkung des Gemeinwohls und zur Verbesserung der Wehrfähigkeit unseres Landes ist es durchaus eine Überlegung wert, die Einführung der allgemeinen Dienstpflicht für alle zu prüfen“, sagt Bastian Zander, Referent für Inneres und Sport im JU-Landesvorstand.

„Unternehmen und weiterführende Schulen klagen zunehmend über mangelnde Reife und Eigenständigkeit der jungen Generation. Beim gemeinnützigen Dienst müssten sich junge Erwachsene außerhalb ihres gewohnten Umfelds und unabhängig vom Elternhaus behaupten und Verantwortung übernehmen. Ein entsprechender Dienst für die Gesellschaft hätte somit auch eine charakterbildende Komponente und wäre gleichzeitig eine Hinführung zum aktiven, mündigen Bürger“, betont Zander.

Auch aufgrund einer sich ändernden Bedrohungs- und Sicherheitslage bei gleichzeitigem Schwinden der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr sprachen sich die hessischen Jungunionisten auf ihrem Landestag für die allgemeine Dienstpflicht aus. Da die Wehrpflicht seit 2011 nur ausgesetzt sei, könne sie in angepasster und ziviler Variante überarbeitet und im Einklang mit dem Grundgesetz wieder in Kraft gesetzt werden. „Wir schlagen ein Modell vor, das für alle Frauen und Männer gilt – alles andere wäre nicht gerecht. Zudem ist es unser Ziel, dass ein solcher Dienst im Ergebnis ebenso ein Gewinn für eine nachhaltige nationale Sicherheitsvorsorge ist als auch integrative und soziale Wirkung hat. Bei der allgemeinen Dienstpflicht sollen nicht die eigenen Ziele und Bedürfnisse, sondern die der freiheitlichen Demokratie und unserer sozialen Gesellschaft im Vordergrund stehen“, sagt Innenreferent Bastian Zander abschließend.

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