Die Junge Union Hessen reagiert mit Unverständnis auf die Aufrechterhaltung der Schonzeit für die Jagd auf Waschbären durch die schwarz-grüne Landesregierung. Waschbären sind in ganz Hessen zur Plage geworden, deswegen fordert die Junge Union Hessen die aktuell geltenden Schonzeiten, unter Berücksichtigung des Schutzes der Elterntiere, aufzuheben. „Waschbären bedrohen unsere heimischen Singvögel, wüten auf unseren Dachböden und plündern unsere Mülltonnen. Eine effektive Bejagung ist unerlässlich“, so Anna-Maria Bischof, Referentin für Umwelt, Landwirtschaft und ländlicher Raum im JU-Landesvorstand.

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Waschbär in einigen Regionen Hessens explosionsartig vermehrt. Besonders in Nordhessen richtet er große Schäden an Gebäuden an. Bereits am 3. August 2016 hat die Europäische Union den Waschbären auf die Liste der invasiven Arten aufgenommen und die Eindämmung zum primären Ziel erklärt. Die Beibehaltung der Schonzeit konterkariert die Vorgaben der EU und macht eine erfolgreiche Umsetzung der Verordnung unmöglich.

„Das Tierschutzgesetz verbietet die Bejagung von führenden Muttertieren. Die Aufhebung der Schonzeit hätte darauf keinen Einfluss. Das Argument, dass die Schonzeit der Rechtssicherheit dient, ist somit hinfällig“, so Bischof weiter. Die Junge Union Hessen begrüßt die beschlossene Ausnahme von der Schonzeit im Rahmen von Einzelfallentscheidungen und wertet dies als Schritt in die richtige Richtung.

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