Die Junge Union Hessen reagiert mit großer Verwunderung auf die Aussagen von Martin Schulz auf dem SPD-Bundesparteitag in Berlin. Schulz forderte in seiner Rede die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa bis 2025. Mitgliedsstaaten, die einem solchen Konstrukt nicht zustimmen würden, müssten die Europäische Union automatisch verlassen.

„Martin Schulz ist bereits im Bundestagswahlkampf als großer Reformer gescheitert. Es überrascht daher nicht, dass seine Forderung nach den Vereinigten Staaten von Europa unüberlegt und abstrus erscheinen“, so Akop Voskanian, Referent für Europa im Landesvorstand der Jungen Union Hessen. „Zum einen ist die kurze Zeitspanne bis 2025 unrealistisch, zum anderen verwundert die Forderung nach dem willkürlichen Ausschluss von Mitgliedsstaaten aus der EU“, so Voskanian weiter.

Stattdessen fordert die Junge Union Hessen beispielsweise die Weiterentwicklung des Amtes des „Hohen Vertreters der EU für Außen- und Sicherheitspolitik“ zu einem EU-Außenkommissar und einen ständigen Sitz im UN-Weltsicherheitsrat für die EU. Die Gründung einer Militärunion (Pesco) wird ausdrücklich begrüßt. „Für uns kommt das Ende der Nationalstaaten nicht infrage. Vielmehr müssen wir bestehende Strukturen festigen und effektiver nutzen“, so Voskanian abschließend.

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