Zwei Monate nach den wüsten Beschimpfungen aus den Reihen der hessischen SPD anlässlich des Fotos von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Erdogan zieht die Junge Union Hessen Bilanz. „Die Äußerungen des ehemaligen SPD-Stadtrats Holzhauer waren beleidigend und menschenunwürdig. Sein Rücktritt im Juni war daher überfällig“, macht Sebastian Sommer, stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen, deutlich.

Im Anschluss an diesen Rücktritt erklärte die Generalsekretärin der SPD Hessen die Debatte umgehend für beendet. Weitere Konsequenzen aus diesem Vorfall wurden öffentlich nicht bekannt. „Die SPD hat im Umgang mit diesen rassistischen Äußerungen versagt. SPD-Chef Schäfer-Gümbel muss jetzt endlich durchgreifen und Holzhauer aus der Partei ausschließen“, fordert Sommer.

Im Mai hatte der damalige Erste Stadtrat von Bebra, Bernd Holzhauer, Mesut Özil und Ilkay Gündogan als „Ziegenficker“ beleidigt. „Es ist ein Armutszeugnis für die SPD-Parteiführung in Hessen, dass die Debatte um die unsäglichen Äußerungen im Keim erstickt wurde und keine Aufarbeitung des Vorfalls durchgeführt wird“, stellt Michael Ruhl, JU-Mitglied und Direktkandidat im Wahlkreis Vogelsberg, fest. „Es ist längst überfällig, dass die SPD nun Konsequenzen aus diesem Fall zieht“, so Ruhl weiter. Holzhauer sitzt nach wie vor für die SPD im Kreistag des Landkreises Hersfeld-Rotenburg.

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