Alles neu macht der Mai: In der Aufstellung der hessischen Jungen Union auf Bundesebene wird es eine große Rochade geben. Nach mehreren Amtszeiten im Bundesvorstand werden der bisherige stellv. JU-Bundesvorsitzende Dr. Roland Mittmann und Beisitzer Max Schad beim Deutschlandtag im Oktober ausscheiden. Doch ihre Nachfolge ist bereits geklärt: Der Landestag hat mit Michael Egenolf (27, Limburg-Weilburg) und Pascal Reddig (23, Main-Kinzig) zwei erfahrene JU-Kreisvorsitzende für den JU-Bundesvorstand nominiert; zwei, die wissen, wo vor Ort der Schuh drückt. Sowohl Michael als auch Pascal haben kommunalpolitische Mandate in ihrer Heimatstadt inne.

Ihre Verbundenheit zur lokalen Parteiarbeit werfen die beiden Kreisvorsitzenden auch in die Waagschale: „Michael und ich wissen, wie die Stadt- und Ortsverbände ticken“, sagt Pascal Reddig. „Wir müssen mutig sein“, wünscht sich Michael Egenolf eine stärkere Digitalisierung in der Verbandsarbeit; ein papierloser Landestag wie in Frankfurt ist für ihn ein erster positiver Schritt. Gerade wenn junge Mitglieder nach ihrem Schulabschluss den Heimatkreisverband eine Zeit lang für ihr Studium verlassen müssen, wird für viele das politische Engagement in der Jungen Union schwieriger, weiß Pascal Reddig, und sieht den Bundesverband in der Verantwortung, mit gutem Beispiel voranzugehen und Landes-, Kreis- und Stadtverbände dadurch mitzunehmen. Vorstellen könnte er sich beispielsweise Online-Tutorials und Online-Sprechstunden. Für eine spannende Idee hält er zudem, Anträge vor einem Parteitag online zu diskutieren: Das dadurch entstehende Ranking könnte etwa für die Beratungsreihenfolge berücksichtigt werden.

Beruflich gehen beide unterschiedliche Wege:

Michael Egenolf hat nach der Schule eine Ausbildung bei der Bundespolizei begonnen und ist für diese seit einigen Jahren am Frankfurter Flughafen im Einsatz. Dort hat er tagtäglich mit allen Fragen rund um die innere Sicherheit Deutschlands und mit Menschen aus aller Herren Ländern zu tun – womit auch schon sein politisches Steckenpferd genannt ist: Gerne würde er seine berufliche Expertise in die Arbeit des neuen Bundesvorstandes einbringen. Daneben liegt sein Interesse in der Familien- sowie in der Verteidigungspolitik.

Pascal Reddig studiert Jura und sieht sein Engagement im Bereich der Digitalisierung sowie in der Rentenpolitik. Wichtig ist ihm dabei, Themen anzusprechen, die die Menschen vor Ort bewegen und ihnen im Alltäglichen weiterhelfen – wie Telemedizin, eine digitale Verwaltung oder die Mobilität.

Die kommenden Monate werden beide nutzen, um sich bundesweit bekannter zu machen; erste freundschaftliche Kontakte zu anderen Landesverbänden wurden bereits geknüpft. Rund vier Monate haben sie für die Werbung in eigener Sache noch Zeit: Der Deutschlandtag findet vom 5. bis zum 7. Oktober in Kiel statt.

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