Die aktuelle Energiekrise trifft auch die Universitäten und Hochschulen in Hessen - und damit die knapp 263.000 Studenten. Nun droht sie den Betrieb der Universitäten in Forschung und Lehre und den dazugehörigen Einrichtungen im anstehenden Wintersemester einzuschränken. Dies ergibt sich aus den enorm gestiegenen und nach Prognosen weiter ansteigenden Energiekosten.

Vor dem Hintergrund des laufenden Wintersemesters 2022/2023 und der drohenden Rückkehr zur flächendeckenden Online-Lehre an den Hochschulen erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Union Hessen, Sebastian Sommer: „Schon jetzt wird diskutiert, ob Vorlesungssäle geschlossen bleiben müssen, weil Deutschland Gas sparen muss. Nach zwei intensiven Jahren der Corona Pandemie, unter denen auch viele junge Menschen unter anderem wegen sozialer Isolation gelitten haben, wirken solche Pläne frustrierend.“

Die Junge Union Hessen fordert nach den pandemiebedingten Einschränkungen des Präsenzbetriebs der Hochschulen in den vergangenen 24 Monaten von der Bundesbildungsministerin und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Garantie, den Präsenzbetrieb an den Hochschulen im Wintersemester 2022/2023 aufrechtzuerhalten. Die aktuelle Unsicherheit bei vielen Studenten rund um das aktuelle Wintersemester, kommentiert der Referent für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Nils Zeißler, wie folgt: „Die Studenten dürfen nicht wieder vergessen werden. Die Frage, ob die Hochschulen offenbleiben oder nicht, ist eine politische Frage, die schnellstens mit Ja beantwortet werden muss! Es braucht staatliche Unterstützung für die möglichen drastischen Preiserhöhungen bei der Energieversorgung in den Hochschulen, sowie den Bibliotheken und den studentischen Einrichtungen.“ „Verkürzte Öffnungszeiten der Bibliotheken und der fehlende Austausch mit den Kommilitonen führt zu einem weiteren Leistungsabfall an unseren Hochschulen!“, so Sommer weiter.

Gleichzeitig kritisiert die Junge Union die Umsetzung des dritten Entlastungspaketes, das eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro an Studenten vorsieht. So wurde berichtet, dass die Einmalzahlung erst Anfang 2023 ausgezahlt werden soll. Auch der im Frühjahr beschlossene und für Sommer vorgesehene Heizkostenzuschuss in Höhe von 230 Euro für Bafög-Empfänger ist laut Mitteilung aus dem Bundesministerium noch nicht bei der Mehrheit der Anspruchsberechtigten angekommen. „Studenten gehören jetzt schon zur Bevölkerungsgruppe, die finanziell kaum noch Abstriche machen kann. Während viele Studenten besonders mit den höheren, inflationsbedingten Preisen zu kämpfen haben, kommen noch die steigenden Heizkosten dazu. Die Studenten brauchen daher dringend Entlastung – auch wenn allen klar ist, dass die beschlossenen Zuschüsse bei vielen Studenten nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein sein wird. Die Bundesministerin braucht endlich einen echten Plan, wie alle Studenten in dieser Krise nachhaltig unterstützt werden können.“, so Nils Zeißler.

Prominente Unterstützung in der Sache erhält die Junge Union auch aus der CDU/CSU Bundestagsfraktion. So kommentiert der ehemalige parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Michael Meister, wie folgt: „Die Studenten dürfen in der aktuellen Krise nicht allein gelassen werden. Die Verzögerungen bei der Auszahlung der Einmalpauschale und der Heizkostenzuschüsse sind für die Studenten inakzeptabel.“

„Die Pandemie und die nun entstandene Energiekrise hat bei vielen hessischen Studenten Probleme und Ängste geschaffen. Hierfür braucht es mehr finanzielle Unterstützungsmaßnahmen, damit das Studieren im Wintersemester 2022/2023 nicht zur Last wird“, machen Sommer und Zeißler abschließend deutlich.

Foto: AdobeStock/SePp

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