Die Junge Union Hessen kritisiert das Verhalten des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann im Zuge seiner Nicht-Einladung zur Eröffnung der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA), die derzeit in Frankfurt am Main stattfindet. „Das Verhalten von Peter Feldmann ist dem Amt des Oberbürgermeisters einer Wirtschaftsmetropole von globaler Bedeutung unwürdig“, kommentiert der Landesvorsitzende der Jungen Union Hessen, Sebastian Sommer. „Feldmanns Manöver ist nicht nur durchschaubar, sondern auch ein klarer Schlag in das Gesicht von tausenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die in Hessen und bundesweit von der Automobilindustrie leben“, macht Sommer deutlich.

In Anbetracht seiner vergangenen Auftritte und Abwesenheiten zeigt sich Hessens größte politische Jugendorganisation von Feldmanns Verhalten allerdings wenig überrascht. Die diesjährige IAA reiht sich gemeinsam mit der Grundsteinlegung des Terminal 3 des Frankfurter Flughafens neben zahlreichen wichtigen Veranstaltungen ein, denen Feldmann gezielt fernblieb. „Da Feldmann wiederholt unter Beweis stellt, dass er die Interessen der Stadt Frankfurt weder als Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Frankfurt GmbH noch als Aufsichtsratsmitglied der Fraport AG vertritt, fordern wir seinen Rücktritt von beiden Ämtern“, so der JU-Landesvorsitzende.

„Statt die vielen ungelösten Probleme in der Frankfurter Verkehrspolitik anzugehen, inszeniert sich OB Feldmann lieber als Öko-Märtyrer und nutzt die Aufmerksamkeit, um mit Stammtischparolen gegen die Automobilindustrie auszuteilen, während diese in seiner Stadt zu Gast ist“, sagt Sebastian Willsch, Referent für Infrastruktur, Wohnungsbau und Energie der Jungen Union Hessen. „Peter Feldmanns verkehrspolitische Einlassungen sind nichts weiter als wohlfeiler Populismus und billige Phrasendrescherei auf Kosten der Automobilindustrie“, so Willsch weiter. Frankfurts Wohlstand und mit ihm auch der der ganzen Metropolregion Rhein-Main hängt ganz wesentlich an vielen Hunderttausend Pendlern, die jeden Tag vom Umland nach Frankfurt fahren, um dort zu arbeiten. „Frankfurt wächst weiter und zieht damit täglich mehr Einpendler an. Wenn Feldmann postuliert, die Stadt brauche mehr Busse und Bahnen und weniger SUVs, überspitzt er nicht nur unnötig, sondern ignoriert ganz bewusst, dass es für viele Menschen im Umland kein öffentliches Verkehrsangebot gibt, das konkurrenzfähig zur individuellen Mobilität ist. Nach den verkehrspolitischen Versäumnissen der vergangenen Jahre ist das der nächste Schlag des Oberbürgermeisters gegen die Wirtschaftskraft seiner Stadt. Gleichzeitig verzögert sich beispielsweise der Bau der U5-Verlängerung um Monate und verursacht Mehrkosten in dreistelliger Millionenhöhe. Hier ist in der Stadt Frankfurt wirklich noch viel Luft nach oben“, macht Willsch deutlich.

„Peter Feldmann sägt an dem Ast, auf dem die Stadt Frankfurt sitzt. Frankfurt ist eine Messestadt von Weltrang, den sie nicht zuletzt auch Messen wie der IAA zu verdanken hat. Er würde seiner Stadt wie dem Klima mehr dienen, wenn er seine Energie in den zügigen Ausbau der Infrastruktur für den Nahverkehr in und um Frankfurt investiert“, so Sommer und Willsch abschließend.

Anmerkung der Redaktion: Es handelte sich um die Grundsteinlegung des Terminal 3, nicht die Eröffnung. Dies haben wir nachträglich korrigiert.

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