In Anbetracht des Ukrainekriegs und der hieraus resultierenden Bedrohungslage für Deutschland und Europa fordern die Junge Union Hessen (JU) und die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Hessen (MIT) die zeitnahe Wiedereinsetzung der Wehrpflicht.

Aus Sicht von JU und MIT ist ein wesentliches Element einer verteidigungsfähigen Bundeswehr ein ausreichend großer und qualifizierter Personalkörper. Dieser muss in der Lage sein in einer Bedrohungssituation unverzüglich zu wachsen und im Extremfall die Bundeswehr auf Kriegsstärke bringen zu können.

Nach Meinung von JU und MIT kann dies nur geschehen, wenn ein genügend großer Anteil der Bevölkerung eine wehrtechnische Ausbildung erhalten hat. Durch eine noch längere Aussetzung der Wehrpflicht sehen wir den kritischen Anteil der Bevölkerung im dienstfähigen Alter, die eine solche Ausbildung durchlaufen haben, als gefährlich gering an.

Eine Ausweitung der Wehr- und Ersatzpflicht auf Frauen, wie in anderen Nato-Mitgliedsländern, ist im Sinne der Sicherstellung von Frieden, Sicherheit und zur Bewahrung einer stabilen Demokratie ebenfalls zeitnah zu prüfen und in einen rechtlichen Rahmen zu gießen.

Die Junge Union Hessen forderte bereits in der Vergangenheit durch entsprechende Anträge auf zurückliegenden Landestagen eine allgemeine Dienstpflicht, um dem Personalmangel der Bundeswehr entgegenwirken und gleichzeitig jungen Frauen und Männern die Möglichkeit bieten, die Bundeswehr als vielfältigen Arbeitgeber kennenzulernen.

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