Im Fall des Listerien-Ausbruchs bei Wilke Fleisch- und Wurstwaren im Landkreis Waldeck-Frankenberg fordert die Junge Union (JU) Hessen eine lückenlose Aufklärung durch das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter Beteiligung der zuständigen Kommunal- und Bundesbehörden. Mit den verunreinigten Wurstwaren werden drei Todesfälle und 37 weitere Krankheitsfälle in Verbindung gebracht. Nach Aufdeckung der unhaltbaren Hygienezustände wurden die Schließung der Produktion in Twistetal-Berndorf sowie der Rückruf aller Produkte angeordnet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

„Warum wurde die Produktion nicht sofort geschlossen und die Verbraucher umgehend über den Vorfall informiert“, fragt Sebastian Sommer, Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen, und fordert „eine lückenlose Aufklärung seitens der Hessischen Landesregierung“. Das Bundesamt für Risikobewertung konnte bereits Wochen vor der Schließung der Fleischproduktion nachweisen, dass der Listeriose-Ausbruch mit der hessischen Großmetzgerei in Zusammenhang stand. Auch dem grün geführten Ministerium war dieser Zusammenhang seit August bekannt. Zudem habe es bereits im April dieses Jahres bei der Firma Wilke einen Listerien-Fund gegeben, auf den keine weiteren Konsequenzen folgten.

Am 7. Oktober kündigte Ministerin Hinz (Grüne) die Aufklärung an, die bisher allerdings nicht erfolgte. „Es ist nicht nur ein Skandal, dass nahezu wissentlich vergammelte Ware verkauft wurde, sondern auch, dass die Behörden und Ministerin Hinz lange davon Kenntnis hatten ohne unverzüglich Direktmaßnahmen zu ergreifen“, macht Vanessa Hinterschuster, Referentin für Gesundheit und Verbraucherschutz der JU Hessen, deutlich. Aus Sicht der Jungen Union Hessen sind die hiermit verbundenen Gefahren für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sowie den Verbraucherschutz nicht hinnehmbar. „Wir bitten Ministerin Hinz unverzüglich für eine Eingrenzung der schwerwiegenden Folgeschäden zu sorgen und die Öffentlichkeit über den Verlauf, die Fehler und die notwendigen Korrekturmaßnahmen zu informieren“, so Hinterschuster abschließend.

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