Vergleichbarkeit und Leistungsgerechtigkeit sicherstellen!

Die Junge Union Hessen lehnt eine weitere Auflockerung der Notenpflicht an Hessens Schulen ab. „Bildungspolitische Experimente auf dem Rücken der Schülerschaft sind mit uns nicht zu machen“, stellt Sebastian Sommer, stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen, klar. „Es gibt einige Problemfelder an unseren Schulen, an denen wir arbeiten müssen. Der schwarz-grüne Koalitionsvertrag adressiert viele dieser Punkte. Einzelnen Schulen die Ausgestaltung der Leistungsnachweise freizustellen, verfehlt die bestehenden Probleme an Hessens Schulen allerdings“, so Sommer weiter.

Grund für die jüngste Diskussion über die Notenvergabe an Hessens Schulen ist die Berichterstattung über einen Passus im schwarz-grünen Koalitionsvertrag, der „pädagogisch neue Wege bei der Erreichung der Bildungsziele" ermöglichen soll. Bis zu 30 Schulen pro Jahr sollen künftig auf die herkömmliche Benotung verzichten können. „Anstatt den bisherigen Erfolgskurs in der Bildungspolitik fortzuführen, plant die Landesregierung nun zweifelhafte Modellversuche“, stellt Maschal Hühner, Referentin für Bildung im Landesvorstand der Jungen Union Hessen, fest. „Wir fordern, dass Hessens Schulen fit für das 21. Jahrhundert gemacht werden. Wir brauchen eine Stärkung der Schulvielfalt, eine Digitalisierungsstrategie für Hessens Schulen, mehr MINT-Angebote und keine Diskussion über die Noten an Hessens Schulen“, sagt Hühner weiter.

„Schüler haben ein Recht durch gut begründete und gerechte Noten ihren aktuellen Leistungsstand zu erfahren. Somit wird Vergleichbarkeit möglich und Defizite können früh erkannt werden. Nicht zuletzt in Vorbereitung auf die Ausbildung, das Studium und ein späteres Berufsleben ist eine Benotung daher unerlässlich“, begründet Sebastian Sommer die Ablehnung der jungen Christdemokraten. Bei einem Versuch, der sich auf 30 Schulen pro Schuljahr beschränkt, entstünden zudem Gefälle zwischen Schulen, die Noten vergeben und denen, die keine Noten vergeben. „Wir wollen dafür Sorge tragen, dass Vergleichbarkeit und Leistungsgerechtigkeit auch weiterhin gegeben sind“, so Sommer abschließend.

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