An Pfingsten 1946 gründeten Vertreter der jungen Generation im Rheingau die Junge Union Hessen. Seit nunmehr knapp sieben Jahrzehnten ist es der Jungen Union Hessen gelungen, kritischer Begleiter der Politik, Motor von Reformen und Vertreter der jungen Generation zu sein.

Das „Standardwerk“ für jeden JUler

Das Jubiläumsbuch „70 Jahre Junge Union Hessen“ bietet auf 180 Seiten viele spannende Details und Anekdoten aus 70 bewegten JU-Jahren. Zeitzeugen schildern lebendig und greifbar ihre persönlichen Erlebnisse. Mit vielen Bildern, ausführlichen geschichtlichen Informationen sowie zahlreichen Daten und Fakten bietet diese Chronik für jeden den richtigen Lesestoff: das „Standardwerk“ für jeden JUler und das passende Geschenk für viele JU-Anlässe. Kaufen könnt Ihr es für 10 Euro über unseren JU-Webshop unter der Artikel-Kategorie "70 Jahre JU Hessen".

Die Landesvorsitzenden der Jungen Union Hessen

19 Landesvorsitzende prägten seit 1946 als Macher im Vordergrund die Junge Union Hessen. Viele von ihnen waren oder sind in leitenden Führungsfunktionen der CDU aufgestiegen. Diese 19 Persönlichkeiten zeigen, dass die Junge Union nicht nur Motor der CDU, sondern auch personeller Erneuer der Mutterpartei war und immer wieder ist.

  • Willy Massoth (✝1978)

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1946-1953

  • Dr. Rudolf Lucas (✝1980)

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1953 bis 1955

  • Dr. Egon Klepsch (✝2010)

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1955 bis 1957

  • Lothar Haase (✝2013)

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1957 bis 1962

  • Walter Picard (✝2000)

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1962 bis 1964

  • Günter Schwank

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1964 bis 1966

  • Prof. Dr. Heinz Riesenhuber

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1966 bis 1970

  • Reinhold Stanitzek (✝2011)

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1970 bis 1974

  • Hugo Jung (✝2007)

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1974 bis 1978

  • Volker Bouffier

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1978 bis 1984

  • Volker Hoff

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1984 bis 1992

  • Harald Schmitt

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1992 bis 1996

  • Alexander Rabold

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1996 bis 1998

  • Thorsten Bartsch

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 1998 bis 1999

  • Michael Reul

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 5/1999 bis 8/1999

  • Frank Gotthardt

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 8/1999 bis 2003

  • Dr. Peter Tauber

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 2003 bis 2009

  • Ingmar Jung

    Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen von 2009 bis 2013

Zeitachse

Die Anfänge und 1950er Jahre: Wie alles begann

An Pfingsten 1946 gründeten Vertreter der jungen Generation im Rheingau die Junge Union Hessen. Diese Tagung, die unter dem Motto „Freiheit in Bindung“ stand, wurde später als der erste Landestag bezeichnet, weil aus allen Landesteilen Hessens Jugendvertreter der CDU kamen.

Es ist heute schwer zu begreifen, unter welchen Rahmenbedingungen die Gründung stattfand. Deutschland lag noch in Trümmern, die Versorgung mit Lebensmitteln war keineswegs gesichert. Und dennoch: In einer Atmosphäre, in der die Sorge um die eigene nackte Existenz häufig genug im Mittelpunkt stehen musste, fanden sich junge, mutige Menschen zusammen und artikulierten ihre politischen Zielsetzungen.

Zum ersten Landesvorsitzenden wurde Willy Massoth gewählt. Im Mittelpunkt der ersten Jahre standen insbesondere der Wiederaufbau sowie die Wiedervereinigung Deutschlands. Auch die Wiederbewaffnung und der Aufbau der Bundeswehr beschäftigten die Jungpolitiker intensiv.

Auf Massoth, der auch in den Deutschen Bundestag einzog, folgten in den 1950er Jahren die Landesvorsitzenden Dr. Rudolf Lucas, Dr. Egon Klepsch und Lothar Haase.

„Die Junge Union hat eine sehr große Verpflichtung zur Mitwirkung in der Partei, weil dieser Staat einmal der Staat sein wird, den wir allein tragen müssen.“ – Dr. Egon Klepsch, 1955

Die 1960er und 1970er Jahre: Das neue Selbstverständnis der JU

Inhaltlich stark und mit wachsenden Mitgliedszahlen: So lassen sich die 1960er und 1970er Jahre der Jungen Union Hessen beschreiben. Mit Beginn der 1960er Jahre waren viele JUler zudem öffentlich präsent. Beispielsweise kamen bei einer Großkundgebungen zur Bundestagswahl 1961 über 20.000 JUler aus dem gesamten Bundesgebiet in die Frankfurter Messehalle.

Durch inhaltliche Grundsatzarbeit in den 1960er und 1970er Jahren schärfte die Junge Union Hessen nicht nur das eigene Profil, sondern setzte auch klare Signale und grenzte sich in einigen Themenfeldern von der Mutterpartei CDU ab. Walter Picard, Günter Schwank, Dr. Heinz Riesenhuber, Reinhold Stanitzek und Hugo Jung prägten als Landesvorsitzende diese beiden Jahrzehnte.

Verjüngen konnte sich die Junge Union Hessen insbesondere durch den Beschluss, das Eintrittsalter von 16 auf 14 Jahren herabzusetzen und gleichzeitig die Mitgliedschaft statt mit dem 40. bereits mit dem 35. Lebensjahr zu beenden.

Auch in dieser Zeit begann insbesondere die Junge Union den Machtwechsel in Hessen erstmals ernstzunehmend zu fordern. Als geschlossene und starke Mannschaft war der Anspruch gemeinsam mit der CDU Hessen und Alfred Dregger an der Spitze: „Wir verändern Hessen.“ So feierte die Junge Union in den 1970er Jahren viele Wahlerfolge – auch auf kommunaler Ebene mit vielen JU-Mandatsträgern – doch es reichte nur für die Opposition im Land.

Die Junge Union ist damals wie heute Motor und personeller Erneuerer der CDU. So war für sehr viele CDU-Führungskräfte das Engagement in der Jungen Union die beste Lehrschule. Nicht zuletzt deswegen sind mit Walter Wallmann, Roland Koch und Volker Bouffier alle bisherigen Hessischen Ministerpräsidenten der CDU aus den Reihen der Jungen Union erwachsen.

Die 1980er und 1990er Jahre: Mitgliederstark und mit längster Amtszeit

Die 1980er Jahre sind durch eine enorme Kontinuität und die stärkste Mitgliederzahl mit rund 20.000 JUler in Hessen geprägt. Mit dem damaligen JU- und heutigen CDU-Landesvorsitzenden, Ministerpräsident Volker Bouffier, setzte die Junge Union Hessen auf neue Impulse. Beispielsweise wurde 1979 zum ersten Mal ein Landesausschuss abgehalten.

„Die Diskussion, ob wir in Rollkragenpulli oder Schlips auftreten, halte ich mittlerweile für überflüssig.“ – Volker Bouffier auf dem Landestag 1984

Auch eine gewisse Kontinuität prägten die 1980er Jahre. Denn der JU-Landesvorsitzende Volker Hoff hält bis heute den Rekord für die längste Amtszeit: Von 1984 bis 1992 erlebte er die von ihm selbst als „acht spannende Jahre“ beschriebene JU-Zeit. In dieser Zeit konnte die CDU gemeinsam mit der JU auch erstmals Regierungsverantwortung in Hessen tragen. Unter dem Motto „Hessenland in Löwenhand“ war die Junge Union – wie eigentlich immer – die wichtigste Wahlkampfhilfe der CDU.

Die 2000er und 2010er Jahre: Politik im neuen Jahrtausend gestalten

Der Aufbruch ins neue Jahrtausend gestaltete sich für die Junge Union in den 1990er Jahre etwas schwierig. Mit Harald Schmitt, Alexander Rabold, Thorsten Bartsch und Michael Reul kamen und gingen einige JU-Landesvorsitzende und doch schaffte es der leider schrumpfende Verband sich zur Jahrtausendwende wieder zu stabilisieren. Interne Streitigkeiten wurden beigelegt und der Blick auf die neugewonnene Regierungsarbeit im Jahr 1999 schweißten die Jungpolitiker wieder zusammen. Die Junge Union macht einiges neu, und fand doch oft den richtigen Weg.

„Wer Grundsätze bewahrt und sich permanent erneuert, bleibt jung und frisch“ – Frank Gotthardt im LÖWENMAUL 5/2009

In den letzten 16 Jahren konnte vor allem die Verbands- und Kampagnenarbeit sowie die Digitalisierung der Jungen Union weiter vorangetrieben werden. Dabei prägten viele auch heute noch aktive JUler beispielsweise die immer professioneller werdenden Landestage und Wahlkämpfe der JU. Mit Frank Gotthardt, Peter Tauber, Ingmar Jung und Stefan Heck an der Spitze wächst die Junge Union als etablierter Motor der CDU und ist professionell für die Zukunft aufgestellt.