Die Junge Union Hessen spricht sich gegen eine weiterführende Verschärfung des deutschen Waffenrechts und damit eine Schlechterstellung der Legalwaffenbesitzer aus. „Das deutsche Waffenrecht ist bereits heute eines der schärfsten der Welt. Wir täten in der aktuellen Debatte gut daran, nicht rechtschaffende Bürgerinnen und Bürger aus den Schützenvereinen und der Jägerschaft härter zu kontrollieren, sondern den Fokus auf die Bekämpfung des besonders im Internet florierenden illegalen Waffenhandels zu legen“, sagte der Landesvorsitzende der Jungen Union Hessen und Bundestagsabgeordnete, Dr. Stefan Heck.

Dem Erwerb und Besitz von Legalwaffen sind in Deutschland heute schon hohe behördliche Hürden entgegengesetzt. Ein Antragsteller muss dazu mindestens 18 Jahre alt, waffenrechtlich zuverlässig und persönlich geeignet sein sowie die erforderliche Sachkunde genauso wie ein waffenrechtliches Bedürfnis nachweisen. Nur, wer alle fünf Voraussetzungen erfüllt, erhält eine Waffenbesitzkarte. Sportschützen und Jäger gehen verantwortungsbewusst mit ihren Waffen um und sind in der Handhabung mit der Waffe staatlich geschult und geprüft. Ein missbräuchlicher Umgang kann daher nahezu ausgeschlossen werden. Auch die Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) zur Waffenkriminalität bestätigt den verschwindend geringen missbräuchlichen Einsatz von Legalwaffen. 2015 waren es lediglich sechs Fälle, in denen legale, erlaubnispflichtige Schusswaffen bei einer Straftat in Gebrauch waren.

„Die Sicherheit in Deutschland ist ein hohes Gut. In der aktuellen Bundestagsdebatte aber in populistischer Art Sportschützen und Jäger abzuwerten, wird weder der sicherheitspolitischen Faktenlage, noch der ehrenamtlichen Arbeit der Legalwaffenbesitzer gerecht“, so Bastian Zander, Referent für Inneres im JU-Landesvorstand. „Durch die Schlechterstellung von Legalwaffenbesitzern werden keine Terroranschläge unterbunden, sondern nur diejenigen getroffen, die sich bereits an geltendes Recht halten. Anstatt Jäger und Sportschützen zu potenziellen Gefährdern zu stilisieren, braucht es echte Konsequenzen im Kampf um Verbreitungswege bei illegalen Waffen. Dies gilt es in der weiteren Beratung des verwiesenen Gesetzes im Innenausschuss zu berücksichtigen“, sagte Zander abschließend.

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