„Großstädte dürfen nicht zu Parallelgesellschaften mit rechtsfreiem Raum werden"

Die Junge Union Hessen verurteilt die frauenverachtenden Straftaten in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Großstädten scharf. „Die Taten sind widerwärtige Übergriffe und an Abscheulichkeit kaum zu überbieten. Auch wenn eine Aufklärung mit größer werdendem zeitlichem Abstand immer schwieriger wird, muss den Tätern ganz klar mit aller Härte des Rechtsstaates begegnet werden", sagte Bastian Zander, Referent für Inneres im JU-Landevorstand.

Nach Polizeiangaben wurden in der letzten Nacht des Jahres zahlreiche Frauen auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs von einer größeren Menschenmenge aus mutmaßlich aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum stammenden Männern sexuell angegriffen und teilweise überfallen.

„Die schnelle Strafverfolgung ist dabei aber nur eine Konsequenz aus den ungeheuerlichen Vorfällen. Denn auch wenn die Masse der Übergriffe eine neue Dimension erreicht hat, liegt das Problem tiefer: Wir dürfen nicht zulassen, dass in deutschen Großstädten rechtsfreie Gebiete entstehen, in denen sich eigene Verhaltensnormen abseits der Mehrheitsgesellschaft verfestigen. In diesen wird es auch für den Rechtsstaat schwer einen Zugriff auf solche sogenannten Parallelgesellschaften mit ihren Clanstrukturen zu bekommen. Bereiche in Berlin, Hamburg und auch Köln sind leider negative Beispiele für Gegenden, in denen die Arbeit von Justiz und auch Rettungskräften kaum noch akzeptiert wird und diese teilweise massiv an der Ausübung ihrer Arbeit gehindert werden. Einem solchen Zustand muss entschieden begegnet werden. Zugleich muss auch von den teilweise seit mehreren Generationen hier lebenden Gruppen eine Integration eingefordert werden. Falsch verstandene Toleranz darf nicht geduldet werden. Nur durch die Akzeptanz des Rechtsstaates und die Anerkennung unserer Grundwerte sind solche Taten langfristig zu verhindern", so der Beauftragte für Integration im JU-Landesvorstand, Jan Hermann.

Bei aller Empörung ist eine nachträgliche Belehrung mittels Verhaltensratschlägen für Frauen genauso unangebracht wie eine Vermischung des Themas mit der aktuellen Flüchtlingssituation.

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