Junge Union Hessen: „rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen, um Zusammenarbeit zu beenden“

Anlässlich der aktuellen Diskussion über die Zusammenarbeit des Landes Hessen mit dem deutsch-türkischen Moscheeverband Ditib wiederholt die Junge Union Hessen ihre Forderung, die Zusammenarbeit auf einer rechtlich sicheren Grundlage zu beenden. „Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse müssen wir sicherstellen, dass Erdogan nicht über einen verlängerten Arm Einfluss auf unsere Schulen nimmt“, mahnt der stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Union Hessen, Sebastian Sommer. „Wir fordern, dass die Kooperation mit dem Moscheeverband Ditib im Bildungsbereich eingestellt wird“, macht Maschal Hühner, Bildungsreferentin der Jungen Union Hessen, die Position des CDU-Nachwuchses deutlich.

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (Ditib) richtet in Hessen den islamischen Religionsunterricht aus. „Bereits seit einiger Zeit ist die Eignung von Ditib zur Ausrichtung des Unterrichts mehr als fragwürdig. Auch nach eingehender Überprüfung durch das Kultusministeriums bestehen weiterhin grundlegende Zweifel an der Unabhängigkeit von Ditib“, sagt Hühner. „Lange genug wurden Zugeständnisse gegenüber Ditib gemacht. Nun muss den Ergebnissen Rechnung getragen und die Zusammenarbeit beendet werden“, fordert die Bildungsreferentin der JU Hessen.

Der Moscheenverband Ditib steht durch seine enge Verbindung zur türkischen Regierung bereits seit geraumer Zeit in der Kritik, da die türkische Religionsbehörde Diaynet und der Bundesverband der Ditib möglicherweise Einfluss auf die Besetzung des hessischen Landesverbandes der Ditib nehmen. „Den grundlegenden Zweifeln, die nun durch das Gutachten untermauert wurden, müssen Konsequenzen folgen. “, sagt Maschal Hühner weiter.

Die Junge Union Hessen fordert die Landesregierung daher auf, angehende Lehrer für den Islamunterricht selbst auszubilden. „Nur so kann die Qualität und die Unabhängigkeit des Unterrichts dauerhaft sichergestellt werden“, führt Hühner weiter aus.

Bereits im Jahr 2017 hat der Landestag der Jungen Union Hessen eine Beendigung der Zusammenarbeit des Landes Hessen mit Ditib gefordert. "Wir stehen zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und setzen uns für Religionsfreiheit ein. Fundamentalistische Ansichten und Einflüsse autokratischer Regierungen haben an unseren Schulen nichts zu suchen. Die Landesregierung muss daher alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Zusammenarbeit zu beenden“, macht Hühner abschließend deutlich.

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