Die Corona Pandemie hatte in den vergangenen 18 Monaten drastische Auswirkungen auf die Hochschullehre. Aufgrund der Pandemie haben an den hessischen Hochschulen Professoren und Dozenten in den drei zurückliegenden Hochschulsemestern ihre Veranstaltungen weitgehend ins Netz verlagert. Wer im vergangenen Frühjahr ein Bachelorstudium begonnen hat, hat möglicherweise das halbe Studium bereits hinter sich – ohne jemals einen Vorlesungssaal betreten, in einer Mensa gegessen oder Kommilitonen persönlich kennengelernt zu haben.

Vor dem Hintergrund des anstehenden Wintersemesters 2021/2022 und den verschiedenen Öffnungsperspektiven an den hessischen Hochschulen erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Union Hessen, Sebastian Sommer: „Wir begrüßen, dass einige Hochschulen bereits erste Öffnungsperspektiven bekannt gegeben haben. Unsere Hochschulen und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst müssen nun Taten folgen lassen und klare Maßnahmen für eine mögliche Öffnung vorantreiben. Das Herumeiern muss endlich aufhören.“

Die Junge Union Hessen fordert daher einheitliche Regelungen für alle hessischen Hochschulen sowie die Rückkehr zur Präsenzlehre. Die aktuelle Situation rund um den bevorstehenden Semesterstart, kommentiert der Referent für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Nils Zeißler, wie folgt: „Die meisten Unis haben noch keine klaren Angaben dazu gemacht, ob und in welcher Form Präsenzlehre stattfinden soll. Diese Unsicherheit bringt viele Studenten gerade in Schwierigkeiten Ein weiteres Digitalsemester ohne Perspektive ist nicht mehr hinnehmbar. Unsere hessischen Studenten brauchen dringend Sicherheiten und feste Zusagen.“ Gleichzeitig spricht sich die Junge Union Hessen für die 3G-Regel an den hessischen Hochschulen aus. „Es ist schade, dass die Impfkampagne stagniert. Positiv gewendet bedeutet das aber, dass die Impfstoff-Knappheit vorbei ist und genug da ist, damit alle Studierenden und Professoren, die dies möchten, bis zum Semesterstart zweimal geimpft sein können und somit ein Präsenzsemester mit 3G-Regel wieder möglich ist“, so Sommer weiter.

Die Junge Union Hessen bekräftigt weiterhin ihre Forderung, dass die Verdienstgrenze für Minijobs von monatlich 450 Euro auf 900 Euro angehoben wird. Eine Datenerhebung vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) hat herausgefunden, dass die Studenten am stärksten finanziell betroffen sind, die während der Pandemie Nebenjobs verloren haben. „Wir fordern, dass Minijobber mehr hinzuverdienen können, um die Verluste während der Pandemie auszugleichen und die finanzielle Eigenständigkeit zu ermöglichen“, so Nils Zeißler.

Gleichzeitig fordert die Junge Union Hessen die Hochschulen dazu auf, Anlaufstellen für finanzielle und psychische Probleme zu schaffen. Viele Studenten kämpfen in den letzten Monaten mit Motivations- und Konzentrationsproblemen. Zahlreichen Studenten machen die erhöhte Arbeitslast während der Corona-Krise zu schaffen. Auch Zukunftsängste sowie abgesagte Praktika und ausgefallene oder abgebrochene Auslandssemester sorgen bei vielen Hochschülern für ein andauerndes Gefühl der Unsicherheit.

„Die Pandemie hat bei vielen hessischen Studenten Probleme und Ängste geschaffen. Hierfür braucht es mehr Unterstützungsmaßnahmen an den Hochschulen, damit das Studieren zukünftig nicht zur Last wird“, machen Sommer und Zeißler abschließend deutlich.

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